Donnerstag, 26. März 2009

2009 AUS12 Great Ocean Road

9. - 11. Feb. 2009

Aber halt, nicht so schnell.. Am Morgen, als wir Melbourne verlassen wollten, führte die Strasse zur Tankstelle kurz hügelan und der Wagen begann zu stottern. Ober auf der Ebene ging ihm ganz der Saft aus und der Motor würgte ab. Ich konnte noch halb auf eine Bushaltestelle ausweichen und fertig wars. Diesel hatten wir noch knapp viertel voll, aber vielleicht war am Hügel kurz keines am Ansaugstutzen? Daniel machte sich mit dem Kanister auf den Weg und wurde sofort von einem freundlichen Helfer mitgenommen. Dieser wartete sogar auf ihn und fuhr ihn mit dem Diesel wieder zurück. Wow! Schweizer, schneidet Euch ne Scheibe ab! Nachdem uns bald zu Beginn der Reise schon mal der Most ausgegangen war, wussten wir schon, dass wir den Diesel in den Kreislauf pumpen mussten. Aber der Wagen liess sich nicht starten. Diana hatte noch ihre - abgelaufene - Mitgliedskarte der 'Roadside Assistance', dem hiesigen TCS, erneuerte telefonisch per Kreditkarte ihre Mitgliedschaft und nach einer Stunde stand ein Pannendienst-Fahrzeug da. Der gute Mann wiederholte eigentlich nur, was wir schon getan hatten. Er holte noch mehr Diesel, pumpte - wenn auch etwas heftiger als wir, schraubte aber auch noch irgend eine Ventil auf, und nach ein paar Minuten probieren startete der Motor tatsächlich! Hätten wir eigentlich auch gekonnt. Nur so genau gewusst haben wir's eben nicht.

So, endlich konnten wir uns auf die Weiterfahrt machen. Die Great Ocean Road beginnt süd-südwestlich von Melbourne und ist auf allen Landeskarten gut gekennzeichnet. Gebaut wurde sie zu einer Zeit, als man noch nicht über all die verrückte Maschinerie kannte, die heute zur Verfügung steht. Da war noch immens viele harte Handarbeit nötig. Deshalb und wegen der schönen Ausblicke übers Meer erhielt sie auch ihren Namen. Great ist dabei nicht, sie in einem Tag abzufahren. Es gibt entlang der Strecke viele besonders schöne Ecken und Flecken, an denen es sich lohnte, ein paar Tage zu verbringen und auch ein wenig wandern zu gehen. Wir aber - vielleicht schon etwas übersättigt, aber auch mit einem Plan für die verbleibende Zeit - taten genau das nicht. So blieben viele der Eindrücke flüchtig. Ein paar sind aber durchaus ein Fotoalbum wert. Zum Beispiel die einzigen Koalas, die wir in freier Natur zu sehen bekamen. Und dann ganz besonders die eindrücklichste Handarbeit der Natur, für uns am Ende der Great Ocean Road: die zwölf Apostel, eine Formation von Fels-Monolithen, der Küste durch Erosion etwas vorgelagert und vom Meer umspült. Ursache von abertausenden von Fotografien, der Werbeträger schlechthin für die ganze Gegend, aber wirklich ziemlich sensationell.

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